Via Medieval and Earlier Manuscripts Blog:
Der Caladrius-Vogel
Detail of a miniature of Alexander with caladrius birds and ill people, from the Talbot Shrewsbury book, France (Rouen), 1444-1445, Royal MS 15 E VI, f. 21v (British Library)
Anmerkung:
Der Caladrius, ein schneeweißer mythologischer Vogel, ließ sich auf Krankenbetten nieder. Wandte er den Kopf vom Kranken ab, starb dieser bald. Schaute er ihn indes lange an und flog hernach in die Lüfte, so nahm er die Krankheit mit sich und der Kranke wurde wieder gesund. Überliefert wurde er in der mittelalterlichen Literatur des Physiologus.


![Weiblein mit Gefährte…
Anno 1662 den 8 May in der ELBE gefangen Pag. 59 / Winterstein ad vivam del. etsc.
siehe auch/see also: http://anonymea.tumblr.com/post/37500481787/abbildung-des-jenigen-fisches-welcher-unfern-der
Der vermutliche Schnabelwal, 1659 an der Elbe in Hamburg gestrandet, ist in der Illustration von 1675 im oberen Teil der Radierung durch einen 1662 aus der Elbe gefischten Octopus ergänzt, dessen Beschreibung sich im zugehörigen Text auf Seite 60 finden lässt.
Das Tier sei als “ungewöhnlich” hernach auch in “Scheverlingen und und Eatwick[?] in Holland” gefangen worden, für eine “Wasser- oder Seespinne/von andern für ein Black-Fisch gehalten” worden und mit seinen “Floß-Federn drey Fuß lang” gewesen, der “Leib an sich selbst war wie ein Ey länglicht/anderthalb Fuß.[…]”. Die ausladenden Tentakel werden als “Tabacks-Pfeiffen” veranschaulicht und, “weiß und glintzerend”, mit “Adelers-Klauen” verglichen.
Radierung/etching
In:
Hertzfliessende Betrachtungen Von dem Elbe-Strom / Zur Danckbahrkeit gegen GOTT geschöpffet / darneben allen Schiff-Leuten zu einer geistlichen Zeit-Vertreibung vermacht; Auch Einem jeden Christen in diesem Angst-Meer zu gute auffgesetzet / Von M. Petro Hesselio, Pastorn zum Peste-Hof. Erster Theil. Altona / Gedruckt bey Victor de Leeu in Verlegung des Autoris, Anno 1675; S. 59; S. 60
(Christianeum’s Library)](http://24.media.tumblr.com/b6742ebe65379fc79032461eff1d5fe1/tumblr_meuas0qmRc1r3kzdwo1_500.jpg)





![Conterfey des Thiers Giraffy
in:
Christoph Harant Freyherr von Polschiz (1564-1621): Der Christliche Ulysses oder Weit-versuchte Cavallier […]. Nürnberg, 1678
Kupferstich/engraving
(Christianeum’s library)](http://25.media.tumblr.com/tumblr_m9w57gt9R91r3kzdwo1_500.jpg)
![Conterfey eines Crocodils / und die Weis wie man sie fängt
in:
Christoph Harant Freyherr von Polschiz (1564-1621): Der Christliche Ulysses oder Weit-versuchte Cavallier […]. Nürnberg, 1678; Kupferstich/engraving
(Christianeum’s library)](http://24.media.tumblr.com/tumblr_m9w0e6airS1r3kzdwo1_500.jpg)
![Conterfey Hyppopotami oder Wasser-Pferds
aus:
Christoph Harant Freyherr von Polschiz (1564-1621): Der Christliche Ulysses oder Weit-versuchte Cavallier […]. Nürnberg, 1678; Kupferstich
(Christianeum’s library)
Note/Anmerkung:
This engraving of a hippo was made after a stuffed skin which belonged to the imperial collection in Prague. The description follows the antique legends, as for example the ‘natural history’ of Plinius the elder.
Der Kupferstich wurde nicht nach der Natur, sondern nach einem ausgestopften Präparat der kaiserlichen Sammlung in Prag angefertigt:
“Dieses Thiers Haut hat Ihr Käiserl. Majestät gantz auf dem Schloß zu Prag / so aus Egypten gebracht worden / dessen Form übereinkommet mit denen / so in Egypten seyn / wie beigelegte Figur es ausweiset.”
(Der Christliche Ulysses, 1678; S. 763)
Die Beschreibung des Flusspferds erfolgte nicht nach Anschauung, sondern nach antikem Hörensagen zum Beispiel des Pausanias und des Plinius d. Ä.](http://25.media.tumblr.com/tumblr_m9vyzr9ZFW1r3kzdwo1_500.jpg)

