In Stralsund werden die Bestände der Archivbibliothek gereinigt. Eine zusammenfassende Darstellung liefert “pommerschergreif”:
Schon letzte Woche wurde berichtet, dass die teuren reinen Werkbänke zur Reinigung der Bücher jetzt eingetroffen sind und in Betrieb genommen werden können. Insgesamt käme man rechnerisch auf eine Dauer der Reinigung von 25 Jahren.[…] (den ganzen Artikel lesen)
Siehe auch:
http://anonymea.tumblr.com/post/35078925821/parts-of-the-stralsund-archives-library-sold
http://anonymea.tumblr.com/post/35337316050/petition-save-the-stralsund-archives-library
Zur Aufteilung der historischen Bibliothek des Bismarckgymnasiums in Karlsruhe nach 1945 zitiert “Archivalia”aus dem Handbuch der historischen Buchbestände:
“Nach dem Zweiten Weltkrieg begann die Aufteilung der historisch gewachsenen Gymnasialbibliothek in mehrere Teilbestände. Einzelne Werke scheinen bald nach 1945 verkauft worden zu sein, um mit dem Erlös dem drückenden Mangel an moderner Literatur für den Schulbedarf abzuhelfen. Weiterhin wurden in den Jahren 1953 und 1958 insgesamt mehr als 1000 Titel (16. bis 18. Jh) an die Badische Landesbibliothek Karlsruhe abgegeben, deren Bestände im Zweiten Weltkrieg verbrannt sind.[…]” (weiterlesen)
Siehe dazu auch zur Bestandsgeschichte der Lehrerbibliothek des Christianeums in Hamburg: “60 Jahre verschwunden”.
via: Archivalia:
“Die Digitalisate aus der Straubinger Gymnasialbibliothek gehören zum Projekt “Kartause Prüll”. Bisher waren nur einige wenige Digitalisate aus der Hamburger Christianeumsbibliothek bekannt, was historische Schulbibliotheken angeht.”
Anmerkung:
Der Begriff “Gymnasialbibliothek” scheint nach wie vor weitestgehend unbekannt und ist unterdessen - wenn überhaupt - nur im Zusammenhang der Causa Stralsund - des Verkaufs einer historischen Gymnasialbibliothek aus den Beständen des Stadtarchivs - bekannt geworden. da ist noch viel zu tun…
bei: Geisteswissenschaft im Dialog (via: de.hypotheses.org):
“Seit über zweitausend Jahren sind Bibliotheken Kathedralen des Wissens. An keinem Ort wird Wissen über die Vergangenheit und die Gegenwart in dieser Breite und Tiefe gesammelt und Nutzerinnen und Nutzern zugänglich gemacht. Dennoch setzen elektronische Formate wie E-Books und die Schwarmintelligenz des World Wide Web den Kathedralen des Wissens immer mehr zu. […] Werden Bibliotheken im Internet-Zeitalter überflüssig? Wird an die Stelle der physischen Bibliothek die digitale, virtuelle Bibliothek treten? Werden Archivare und Bibliothekare von IT-Wissens- und Datenmanagern ersetzt? [weiterlesen…]”
Eine Sendung des WDR am Montag, 7. Januar 2013:
“Der Verkauf von rund 6000 wertvollen historischen Bänden aus der bedeutenden Stralsunder Gymnasialbibliothek, der im Herbst 2012 öffentlich wurde, löste deutschlandweit Proteste aus. Die UNESCO-Welterbestadt Stralsund, die mit dem Verkauf ihre Haushaltskasse aufbessern wollte, ist blamiert. […]”
(zum Nachhören)