Hier sehen Sie eine Seite aus “Reineke der Fuchs”, der Prosafassung des spätmittelalterlichen Versromans “Reynke de vos”, besorgt von Johann Christoph Gottsched 1752. Die Ausgabe war reich ausgestattet mit 57 Radierungen des niederländischen Malers Allart van Everdingen (1621-1675), von denen Johann Wolfgang Goethe, der den “Reineke Fuchs” 1794 in eigenwillige Hexameter goss, einen vollständigen Satz besaß.
Gottscheds Ausgabe von 1752 in der Bibliothek des Christianeums zeigt einen Satzfehler: die geätzte Bildplatte, in Tiefdruck nachträglich auf die dafür ausgesparten Partien des in Hochdruck angefertigten Satzspiegels gebracht, wurde falsch herum angepasst; die Szene vor König Nobel mit Henning dem Hahn und seiner - laut Text: kopflosen - Tochter Kratzefuß auf der Bahre steht auf dem Kopf.